Zentrum für inklusive politische Bildung

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Was ist Inklusion?

Unser Verständnis von Inklusion.

Was ist Inklusion? Diese Frage kann nicht nur vielfältig beantwortet werden (Wocken 2009), sondern sie hat zentralen Einfluss auf das praktische Handeln in pädagogischen Kontexten (Schächer 2012). Nicht zuletzt aus diesem Grund erscheint es an dieser Stelle notwendig einen fokussierten Blick auf das Inklusionsverständnis des ZipB zu werfen.

Im Bereich der Inklusion gelingt es jedoch nicht ohne weiteres, sich einem Lager, einer Theorieschule oder einem Common-sense-Verständnis von Inklusion anzuschließen – wie es u.a. bei der vielfältigen und langjährigen Auseinandersetzung um politische Bildung grundsätzlich möglich scheint.

Zu Beginn der Arbeit im ZipB standen die Forscher*innen deshalb vor der Herausforderung ein eigenes Inklusionsverständnis in Ableitung, Anlehnung aber auch Differenz zum bestehenden interdisziplinären Inklusionsdiskurs zu entwickeln.

Makroebene

In der theoretischen1 und praktischen Auseinandersetzung mit Inklusion entwickelte sich ein zunehmend ausdifferenziertes Fragenraster, das eine analytische Verortung ermöglicht hat.

Bei diesem Raster handelt es sich nicht um ein statische Definitionen generierendes Instrument. Vielmehr bildet es den aktuellen Stand der Auseinandersetzung des ZipB zum Inklusionsverständnis ab. Es ist insofern als Teil des lernenden Labors immer wieder Veränderungen und Weiterentwicklungen unterworfen.

Aufbauend auf dem aktuellen Fragenmodul ergibt sich ein eigenes, differenziertes Verständnis von Inklusion:

 

Inklusion ist ein gesamtgesellschaftlich interaktiver Transformationsprozess, der darauf abzielt, diskriminierende soziale Konstruktionen aufzulösen und für alle MenschenTeilhabe2  zu ermöglichen.  

 

Die partizipativen Verfahren, die bei der (Weiter-)Entwicklung, Veränderung und Schärfung des Inklusionsbegriffes geholfen haben und helfen werden, sind unter anderem die beratende Zusammenarbeit mit Kooperations- und Praxispartner*innen sowie der Austausch mit Studierenden in Inklusionsseminaren des ZipB an der TU Dresden.

Mikroebene

Empirische Befunde und die Auseinandersetzung mit Konzeption, Durchführung, Auswertung sowie inklusiver Weiterentwicklung von politischen Bildungsangeboten haben schnell verdeutlicht, dass ein solches Verständnis auf Makroebene allein nicht ausreicht. Es bedarf einer sichtbareren und analytisch übertragbaren Konkretisierung von Inklusion auf Mikroebene. Zentrale Aspekte bei der Erarbeitung eines solchen Mikroverständnisses sind:

Mittels dieser Kategorien auf Mikroebene können inklusive Methoden für die politische Bildung gemeinsam mit Praxispartner*innen erforscht, entwickelt und reflektiert werden.

 


1 Für die theoretische Auseinandersetzung, die hier nicht reproduziert werden kann, siehe Jugel (2015).

2 Teilhabe schließt hier ein, dass Zugang, Chancengerechtigkeit und Selbstbestimmung ermöglicht wird.